Baumit

Ideen mit Zukunft

Gesundes Wohnen

Wohlbefinden und Gesundheit einerseits und der Art und Weise, wie Bauwerke gebaut sind und benutzt werden andererseits.

Gesundes Wohnen ist die halbe Miete.

 

In einem Bau-Beruf gehört es zur Grundausstattung, aber im öffentlichen, sprich medialen Bewusstsein ist es noch immer nicht ganz durchgedrungen: das Wissen um den Zusammenhang von Wohlbefinden und Gesundheit einerseits und der Art und Weise, wie Bauwerke gebaut sind und benutzt werden andererseits.

 

Das Zeitalter der totalen Wellness ist angebrochen. Waren früher Vaterland oder ewige Seligkeit höchstes Gut, so ist es in der modernen Gesellschaft die Gesundheit. In den Talk-Runden der Medien geht es dabei aber vor allem um Ernährung und körperliche Ertüchtigung: gesund essen, möglichst nicht trinken und rauchen, dafür viel laufen, schwimmen und regelmäßiger Besuch im Fitnessstudio.

Was dabei ein bisschen auf der Strecke bleibt, ist das, was um den Menschen herum ist – die eigentliche Grundvoraussetzung dafür, dass er sich wohlfühlt und an seiner Gesundheit überhaupt sinnvoll arbeiten kann. Und das betrifft vor allem die Gebäude, in denen er wohnt, arbeitet, seine Freizeit gestaltet. Denn trotz Freiluftsport, Spaziergang und Urlaub werden 90 Prozent der Zeit in Innenräumen verbracht, das haben Soziologen herausgefunden. Diese Räume und die Luft, die darin geatmet wird, sind daher primär entscheidend für das Wohlbefinden.

 

Viren mögen‘s trocken, Pilze mögen‘s feucht

Der moderne Mensch verbraucht 8.000 bis 16.000 Liter Luft pro Tag – damit ist Luft sozusagen sein wichtigstes „Nahrungsmittel“. Bei einem derart hohen Verbrauch ist natürlich eine ordentliche Qualität ganz wichtig: die Luft soll eine bestimmte Feuchtigkeit haben und frei von Schadstoffen sein. Etliche physikalische, biologische und chemische Faktoren sind es, die das beeinflussen. Unter physikalischen Phänomenen lassen sich Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Ionisierung, Luftströmungen und Feinstaub zusammenfassen. Bei zu feuchter Luft wird das Atmen beschwerlicher und die Gefahr von Schimmelbefall steigt. Auch Staubmilben, die Asthma verursachen können, freuen sich über hohe Luftfeuchtigkeit. Zu trockene Luft dagegen führt nicht nur zu erhöhter Staubbelastung, sondern auch zu trockenen Schleimhäuten und so zu einem erhöhten Infektionsrisiko, zum Beispiel durch Grippeviren in der kalten Jahreszeit. Die ideale relative Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 40 und 60 Prozent.

 

Den biologischen Beitrag leisten Schimmelpilze, Bakterien, Viren, Parasiten, Allergene und Veralgungen. Sie können im schlimmsten Fall Allergien, Reizungen und Infektionen hervorrufen. Besonders unangenehm dabei sind die Allergene, das sind Substanzen, die über das Immunsystem Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen. Sie kommen aus dem Hausstaub, Schimmelpilzsporen, Tierepithelien, Pflanzen oder Baumaterialien. Sie können verantwortlich sein für Schleimhaut und Bindehautentzündungen, Schnupfen und allergisches Asthma.

 

Bei chemischen Faktoren schließlich handelt es sich um

Gerüche, Lösemittel, Formaldehyd, Rauch. Unangenehme Gerüche können von Möbeln und Fußbodenlacken, Abflussrohren oder von der Außenluft herrühren und dabei die persönliche Befindlichkeit stören oder sogar Stress auslösen.

 

Probleme der Moderne

Moderne Materialien dünsten oft Schadstoffe aus. „Flüchtige organische Verbindungen“ (volatile organic compounds, abgekürzt VOC) ist die Sammelbezeichnung für diese organischen, also kohlenstoffhaltigen Stoffe, die unsere Raumluft belasten. Produziert werden sie unter anderem durch Industrie und Verkehr, sie entströmen aber auch Möbeln, Textilien, Lacken, Klebern und Farben. Hier treffen wir auf eine Vielzahl von chemischen Verbindungen, die allesamt einer gesunden Lebensweise nicht gerade zuträglich sind. Mögliche Folgen sind Reizungen des Atmungstrakts, Geruchsbelästigungen und Befindlichkeitsstörungen, bekannt als „Sick- Building-Syndrom“. Dass dadurch sogar schwere Krankheiten verursacht werden können, stellte man an Benutzern von Asbest- Häusern fest, die allesamt saniert oder ganz abgerissen werden mussten.

 

Energieersparnis versus dicke Luft

Seit den 80er-Jahren hat sich immer mehr die Erkenntnis durchgesetzt, dass Energie ein kostbarer „Stoff“ ist. Deshalb wollte man teure Energieverluste auch bei Gebäuden vermeiden, was zu enormen Fortschritten bei der Dichtigkeit der Außenwände und Fenster geführt hat. Die Kehrseite der Medaille ist, dass dadurch nicht nur die Wärme, sondern auch die Schadstoffe im Haus bleiben. Der Austausch mit der Außenluft, die sogenannte Luftwechselrate, ist heute oft zehnmal niedriger als bei älteren, nicht nachgerüsteten Gebäuden.

Schadstoffe in der Raumluft verursachen oft kein spezifisches Krankheitsbild, sondern haben dauerhafte Befindlichkeitsstörungen wie Schleimhautreizungen, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und Leistungsminderung zur Folge. Man fühlt sich einfach müde und abgeschlagen. Durch ausgiebiges Lüften oder auch durch eine apparative Raumlüftung kann dem gegengehalten werden. Die sicherste Variante ist jedoch, dass sich Schadstoffe im Gebäude erst gar nicht bilden. Denn die Schlussfolgerung kann nur sein: Wenn man luftdichte Gebäudehüllen hat müssen die Anforderungen an diese Hüllen eben höher sein. An deren Konstruktion, vor allem aber an die darin enthaltenen Baustoffe.

 

Eine geniale Verpackung der Natur

Es ist speziell der Putz, der hier eine zentrale Rolle einnimmt. Ein Baubestandteil, der vielfach unterschätzt, manchmal auch nur als reine Designsache abgetan wird. Einmal an der Wand, bleibt er aber meistens über die gesamte Lebensdauer des Gebäudes auf diesem drauf und leistet einen bedeutenden Beitrag zum Raumklima.

Das Zauberwort dabei lautet Kalk: denn dieser Stoff ist eine geniale Verpackung, die die Natur selbst entwickelt hat. Man trifft dauernd darauf, von der Muschel bis zur Eierschale. Und der Mensch braucht den Kalk beim Aufbau der Knochen. An der Wand, als Bestandteil des Putzes, entfaltet Kalk viele positive Eigenschaften. Ein Putz auf Kalkbasis holt die Natur ins Haus. Seine antibakterielle Wirkung war bereits in der Antike bekannt. Durch seinen hohen pH-Wert beugt er der Schimmelbildung vor. Deshalb haben die Baumit-Techniker bei der Entwicklung der Baumit Klima und Kalkin Produkte gerade dem Kalk eine tragende Rolle eingeräumt. Die Baumit Kalk Produkte sind mineralisch und schadstofffrei.

Neben dem Hauptrohstoff Kalksand spielt insbesondere das Bindemittel Kalkhydrat sein Potenzial aus: In der Abbindephase absorbiert der Kalk 70 Prozent des frei werdenden Kohlendioxyds und erstarrt zu natürlichem Gestein – mit beeindruckenden Eigenschaften für Gesundheit und Wohlbefinden. Verstärkt werden diese Effekte durch die strukturierte Oberfläche und den mikroporösen Aufbau, der die klimaaktive Oberfläche des Putzes vervielfacht.

 

Ein Baustoff – doppelte Wirksamkeit

Die rasche Aufnahme von Wasserdampf macht die Baumit Klima Produkte zum idealen Klimaregulator: Der große Feuchtigkeitspuffer und die gleichmäßige Feuchtigkeitsabgabe sorgen für ein permanent ausgeglichenes Raumklima. Sein Puffereffekt liegt sowohl über dem von Lehmputz als auch über jenem von herkömmlichen Kalkzementputzen, er kann um ein Drittel mehr Feuchtigkeit regulieren als Gipskartonplatten und um drei Viertel mehr als Gipsputze. Auf diese Weise wirkt er doppelt: gegen zu hohe Luftfeuchtigkeit und damit Schimmelgefahr ebenso wie gegen zu geringe Luftfeuchtigkeit und die damit verbundene Infektionsgefahr. Diese deutliche Reduzierung von Feuchtespitzen im Raum sorgt für ein angenehmes und ausgeglichenes Raumklima.

Das Konzept ist ebenso einfach wie bahnbrechend: Die Baumit Klima- und Kalkin Produkte reagieren auf Feuchtigkeit wie die Lunge des Menschen. Mit seiner mikroporösen Struktur bildet er mit winzigen Poren eine riesige klimaregulierende Oberfläche.

Der Baumit KlimaPutz wirkt aber auch ausgleichend in Bezug auf die Temperatur: Seine thermische Speichermasse – 10 bis 15 Tonnen sind es für ein Einfamilienhaus – stellt sich im Sommer gegen die Hitze und sorgt im Winter für mehr Behaglichkeit.

 

Das intelligente System für intelligente Bauherren

Damit ist es aber noch keineswegs getan. Baumit hat ein ganzes System von Klimaprodukten entwickelt, die genau aufeinander abgestimmt sind und dadurch ihre Wirksamkeit gegenseitig noch verstärken. Die perfekte Ergänzung zu den Baumit Klima- und Kalkin Putzen bildet die Baumit KlimaSpachtel – ein mineralischer, naturweißer Spachtel und Feinputzmörtel mit Reibstruktur, mineralisch und atmungsaktiv für strukturierte Oberflächen. In derselben Qualität gibt es für glatte Oberflächen die Baumit KlimaGlätte.

Und auch die Endbeschichtung muss in ihren Eigenschaften dazu passen: Baumit KlimaFarbe ist die ideale Ergänzung. Sie ist emissions- und lösemittelfrei und setzt sowohl beim Verarbeiten als auch beim Trocknen lediglich Wasser frei. Alle diese Baumit Klimaprodukte sind mit einer Natureplus- Zertifizierung versehen. Produkte mit diesem Gütesiegel zeichnen sich durch eine besonders hohe Qualität im Hinblick auf Gesundheit, Umwelt und Funktionalität aus.

Baumit nimmt damit eine Vorreiterrolle bei der nachhaltigen Entwicklung am Bau ein. Aber nicht nur das Österreichische Institut für Baubiologie und Bauökologie, in dessen „Baubook“ die Produkte gelistet sind, bestätigt dies. Auch international wird die Vorreiterrolle von Baumit bei den „gesunden Bauprodukten“ immer mehr bestätigt.

Vor allem aber die Bewohner der Häuser, bei denen Produkte der Baumit Kalkin Linie verwendet wurden, können die Auswirkungen dieses innovativen Produktes bestätigen und freuen sich über das behagliche und gesunde Wohnklima.