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Ideen mit Zukunft

Wärmedämmung

Dichtung und Wahrheit - Oder: Warum weder das Märchen vom Schimmel noch andere Lügengeschichten der Realität einer perfekt gedämmten Fassade standhalten.

Wärmedämmung: Dichtung und Wahrheit

 

Oder: Warum weder das Märchen vom Schimmel noch andere Lügengeschichten der Realität einer perfekt gedämmten Fassade standhalten. Und was Sie tun können, damit Ihre Energiespar-Träume wahr werden. Mit den innovativen Baumit WDVS-Systemen ist richtige Dämmung nämlich ganz einfach.

 

Energiesparen ist angesagt. In ganz Europa. Auf allen Gebieten, wo es nur geht. Denn es reicht nicht aus, weniger elektrische Geräte einzuschalten oder die Heizung energischer zu drosseln, um effektiv zu sparen. Ein ganz wesentlicher Teil des Gesamtenergieverbrauchs kann schon durch entsprechende „Hardware“-Maßnahmen eingespart werden. Gerade im Gebäudebestand, also der Gesamtheit der Bauten in einem Land. So wäre in Deutschland laut einer Studie der TU München das Energieeinsparvolumen mit 700 Terrawattstunden etwa fünfmal so groß wie die jährliche Leistung aller deutschen Atomkraftwerke zusammen.

 

Mythen versus Fakten

Dafür gibt es nur eine wirkliche Lösung: das Anbringen von Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS), internationale Bezeichnung: External Thermal Insulation Composite Systems (ETICS) genannt. Beim Altbestand ebenso wie bei den Neubauten. Und diese Systeme kreisen vorwiegend um ein Material: Styropor. Denn es gibt heute kaum etwas Besseres und Vernünftigeres.

Daneben stehen für spezielle Anwendungen, etwa wenn für Hochhäuser bestimmte Materialien vorgeschrieben sind, auch Dämmungen zur Verfügung, die auf anderen Stoffen, etwa Mineralwolle, beruhen.

 

Die Perle unter den Kunststoffen

Der Dämmstoff Styropor ist eine Erfindung und geschützte Markenbezeichnung des legendären deutschen Chemieunternehmens BASF („Badische Anilin- und Sodafabrik“), heute der weltgrößte Chemiekonzern. Technisch gesagt: Es handelt sich um einen überwiegend „geschlossenzelligen“ (die Wände zwischen den Zellen sind dicht, Flüssigkeitsaufnahme ist daher nicht möglich) harten Schaumstoffe hergestellt durch Wärmebehandlung eines expandierbaren Polystyrolgranulats.

Das Geheimnis dieses Werkstoffs: Er enthält zu 98 % Luft, die restlichen zwei Prozent sind Polystyrol, das Zellgerüst, das die Luft umschließt. Styropor ist dadurch extrem leicht, isoliert hervorragend gegen Kälte und Wärme und ist gegen mechanische und chemische Einflüsse widerstandsfähig. Zu Recht wird Styropor daher oft als die „Perle unter den Kunststoffen“ bezeichnet.

 

Ein umweltfreundliches Material

Trotzdem ist die Gebäudedämmung mit Styropor in letzter Zeit in die öffentliche Kritik geraten. So soll etwa der „Dämmwahn zu Müllbergen so hoch wie die Alpen“ führen. Nicht Wahn, sondern Fakt ist jedoch, dass wir derzeit weltweit keinen Überschuss, sondern im Gegenteil eher einen Mangel an Styropor-Recyclingmaterial haben. Denn Styroporabfälle können sowohl mechanisch als auch chemisch recycelt werden, was sie zu einem begehrten Rohstoff für etliche Verwerter macht. Als Zuschlagstoff  bei Leichtbeton und Dämmputzen, als Porenbildner bei Ziegeln, als Material für Parkbänke, Zaunpfähle oder Schuhsohlen, als Grundlage für andere Kunststoffe.

Fakt ist weiters, dass Styropor bereits bei der Herstellung unsere fossilen Ressourcen schont und überdies kreislaufähig ist. Es ist zwar ein Erdölprodukt, benötigt aber außerordentlich wenig von diesem wertvollen Rohstoff, eben nur zwei Prozent. Über die gesamte Lebensdauer des Produkts gerechnet können mit jedem Liter Erdöl, aus dem Styropor zur Dämmung von Gebäuden hergestellt wird, wiederum bis zu 200 Liter Heizöl eingespart werden.

Und schließlich besteht derzeit auch deshalb kein Verwertungsproblem, weil die vorhandenen Wärmedämm-Verbundsysteme aus den 60er-, 70er- und 80er-Jahren „aufgedoppelt“ werden: dabei wird auf eine bestehende dünne Styropor-Fassade eine zweite, meist dickere Styropor-Schicht draufgesetzt.

 

Das Märchen vom Schimmel

Ein anderes Argument der Kritiker: Dämmung führt zu Schimmelbefall. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Schimmelbefall findet vor allem dort statt, wo falsch oder gar nicht gedämmt ist. Dämmstoffe, die fachgerecht an der Wand angebracht werden, erhöhen die Wandtemperatur und minimieren so das Schimmelrisiko. Kalte Wandflächen und hohe Luftfeuchtigkeit im Raum jedoch sind die häufigsten Ursachen für Schimmelprobleme.

Allerdings sollten sich auch die Bewohner energetisch sanierter Gebäude, bei denen die Fenster ausgetauscht wurden, vernünftig verhalten, das heißt es muss von Zeit zu Zeit ein Luftaustausch erfolgen. Wenn fehlerfrei gedämmt wurde und regelmäßig gelüftet wird, bleibt die Wohnung schimmelfrei.

 

Brandgefahr im Promillebereich

Derzeit wird besonders die Brandgefahr von Wärmedämmsystemen in den Medien diskutiert. Diese Ängste sind leicht widerlegbar. Am Beispiel der Auswertung von verfügbaren Branddaten 2011 in Deutschland lag die Beteiligung von styroporbasierten Wärmedämmverbundsystemen an allen registrierten Bränden unter einem Prozent – im Promille-Bereich. Auch hat sich herausgestellt, dass die Hauptursache für Fassadenbrände Brandanschläge auf Container waren, die auf die Fassade übergreifen. Keinem Politiker, Planer oder Journalisten käme es in den Sinn, Holzhäuser verbieten zu wollen, nur weil vor denen brennende Container stehen könnten.

Bei Fassadenbrandtests in Österreich wurde außerdem bewiesen, dass ein 30 Zentmeter dickes Wärmedämmverbundsystem aus Styropor einer Brandbelastung von 30 Minuten standhält. Innerhalb dieses Zeitraums wurde keine Brandausbreitung an oder unter der Oberfläche der Fassade festgestellt. Damit werden auch alle Schutzziele in höchstem Maß erfüllt: die Bewohner können das Gebäude selbst verlassen oder durch andere Maßnahmen gerettet werden, die Sicherheit der Rettungsmannschaften wird berücksichtigt, und wirksame Löscharbeiten sind möglich.

 

Ökonomische Höchstwerte

Und schließlich werden auch immer wieder Zweifel geäußert, ob das Dämmen wirtschaftlich tatsächlich so viel bringt wie angenommen. 

Die Antwort:  Dämmen lohnt sich auf jeden Fall. Das Internet ist voll von wissenschaftlichen und praktischen Belegen. Die ökonomisch optimale Dämmdicke liegt zwischen 14 und 32 Zentimetern. Damit können beispielsweise bei der Sanierung eines Hauses aus den 70er-Jahren rund 1.000 bis 2.000 Euro Energiekosten jährlich eingespart werden. Unter der Voraussetzung, dass die für die Instandhaltung ohnehin erforderlichen Investitionskosten (sogenannte „Sowieso-Kosten“), nicht in Rechnung gestellt werden, rechnet sich eine Sanierung im Schnitt innerhalb von etwa zehn Jahren. Sowieso- Kosten sind zum Beispiel Beträge für Gerüst und Verputzarbeiten, wenn die alte Fassade ohnehin renoviert werden müsste. In einigen europäischen Ländern wird die thermische Sanierung überdies aus energiepolitischen Gründen staatlich gefördert. Gerade auch beim Neubau kann der Bauherr oder Investor durch richtige Planung im Vorfeld – je nach Größe des Objekts – bis zu mehreren hunderttausend Euro sparen.

Ein Beispiel: ein 16-Familien-Wohnhaus in München, geplant mit WDVS und massiven Wänden aus Beton, Kalksandstein oder Massivziegel mit Wärmedämmverbundsystem kann gegenüber monolithischer Bauweise einen Wohnflächengewinn bis zu 70 Quadratmetern bringen. Das sind bei Münchner Baupreisen ganz locker 280.000 Euro. Rechnet man das auf die damit zusätzlich erzielbare Miete um, ergeben sich über einen Zeitraum von vierzig Jahren bis zu 336.000 Euro Mehreinnahmen für den Investor.

 

Nur Vorteile

Eine gedämmte Fassade trocknet fünfmal schneller aus als andere Fassaden. Das ist bei Altbauten ebenso wichtig wie für einen Neubau. Ein altes Haus weist permanent eine leichte Grundfeuchte auf, es profitiert daher in jedem Fall von der Ausleitung dieser Feuchtigkeit über die Wände. Bei Neubauten gibt es oft das Problem, dass schnell gebaut wird, die Austrocknung jedoch etwa drei bis vier Jahre dauert. Dazu kommt die alltägliche Feuchte. In einem durchschnittlichen Haushalt werden – durch ganz normale Vorgänge wie Atmen, Duschen, Kochen oder auch Zimmerpflanzen – etwa zwanzig Liter Wasser pro Tag frei. Durch eine richtig gedämmte Fassade entweicht all diese Feuchtigkeit nach außen. Die Gefahr der Schimmelbildung ist so wirkungsvoll entschärft.

In den südlichen europäischen Ländern stellt sich dazu noch ein angenehmer Nebeneffekt ein: eine Dämmleistung gegen sommerliche Hitze von bis zu dreißig Prozent.

 

Eine Palette von State of the Art-Produkten

Grundsätzlich ist es wie in allen Bereichen des Lebens: Qualität macht sich bezahlt. Als einer der großen europäischen Baustoffhersteller hat Baumit eine Reihe von Systemen zur Wärmedämmung entwickelt, die auf die speziellen Bedürfnisse des einzelnen Bauwerks wie des jeweiligen Landes eingehen.

 

Die Baumit-Systeme sind einfach haltbarer, materialsicherer, vor allem aber: durchdachter. Denn Baumit bietet vollständige Konzepte und nicht einzelne Versatzstücke wie andere Produzenten. Das heißt: alles passt zusammen, jede Komponente ist auf die andere abgestimmt. Ein solches Kompakt-System besteht aus Kleber, Dämmstoff, Grundierung und Endbeschichtung. So ist das zur Verfügung stehende Geld mit Baumit nachhaltig investiert: die Dämmung funktioniert von Beginn an, die Haltbarkeit beträgt nachweislich viele Jahrzehnte.